Sonntagmorgen an der Andreaskirche: Weit über 120 Fahrräder stehen auf dem Vorplatz, aufgestellt in farbig markierten Feldern. Es muss ein besonderer Gottesdienst stattfinden.
So ist es. Am 16. August kamen die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Nachbarschaftsraums Mitte-Nordost zu einem gemeinsamen Konfi-Sonntag zusammen. Zu Beginn feierten sie Gottesdienst. Im Mittelpunkt standen die Namen: die eigenen Namen, die uns unverwechselbar machen – und die Zusage, dass Gott jeden Menschen kennt und unsere Namen im Buch des Lebens bewahrt.
Nach dem Gottesdienst bekamen alle Jugendlichen ein Namensschild und teilten sich in vier Gruppen auf. Dann ging es mit dem Fahrrad los: Die Gruppen machten sich auf den Weg und besuchten die Kirchen im Nachbarschaftsraum. Dabei lernte jede Gruppe vier Kirchen und die Menschen vor Ort kennen.
An der ersten Station wartete zur Mittagspause Pizza auf die Jugendlichen. Die letzte Station für alle war die Dornbuschkirche. Nach und nach trafen dort die Gruppen ein, erzählten von ihren Erlebnissen und kamen miteinander ins Gespräch. Es wurde gespielt, gelacht und sich besser kennengelernt.
Eine besondere Aufgabe hatten die Jugendlichen dabei: Sie gestalteten neun Konfi-Kerzen – für jede Kirche im Nachbarschaftsraum eine. Die Kerzen werden nun bei den Gottesdiensten in den jeweiligen Kirchen angezündet. Sie begleiten die Jugendlichen auf ihrem Weg bis zu den Konfirmationen im Jahr 2027.
Rund 120 Jugendliche werden dann konfirmiert sein. Bis dahin erinnern die neun Kerzen in den Kirchen daran: Sie gehören zusammen – und sie sind als Konfirmandinnen und Konfirmanden der acht Gemeinden des Nachbarschaftraums gemeinsam unterwegs.
Christine-Streck-Spahlinger
