
Karfreitag und Ostern sind die Höhepunkte des Kirchenjahres. Auf die Passionszeit folgt die Auferstehung, der Sieg über den Tod. Johann Sebastian Bach brachte diese Zeit in zwei großen Passionswerken, der Matthäuspassion und der Johannespassion, zum Klingen. Die Matthäuspassion mit einer Aufführungszeit von fast drei Stunden, einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern gehört zu den Höhepunkten protestantischer Kirchenmusik und hat seit ihrer Uraufführung am Karfreitag des Jahres 1727 in der Thomaskirche in Leipzig nichts an ihrer Kraft, Emotionalität und musikalischer Größe verloren.
Mezzosopranistin Martha Jordan, die regelmäßig in Gottesdiensten der Hanna-Gemeinde als Solistin zu hören ist, hat die Matthäuspassion oft als Solistin aufgeführt. Nach Gesangsausbildung an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt widmet sie sich neben nationalen und internationalen Konzerten, Kammermusik und Lied auch der Kirchenmusik.
Wir haben Martha Jordan gefragt, was ihr Bachs großes Werk bedeutet, ob sie Lieblingsarien hat und welche Emotionen sich bei der professionellen Sängerin einstellen. Eine Zusammenfassung des hier zum Hören veröffentlichten Interview finden Sie auch in der nächsten Ausgabe von Evangelisch Engagiert, die Ende März erscheint.
Andreas Horchler