Wie wäre es, ein Abendmahl mit Ebbler und Handkäs zu feiern – eben uff hessisch? Dieser Frage stellte sich unser Vikar Lars Maihöfner und lud dazu in die Andreaskirche ein. Nachdem er schon den Altjahres-Abend 2025 mit einem klassischen Abendmahl hatte ausklingen lassen, feierten rund 40 Gemeindemitglieder diesen besonderen Gottesdienst in der ersten Woche des neuen Jahres mit ihm. Bei seiner Liturgie hielt sich unser Vikar exakt an den üblichen Ablauf, nur dass eben hessisch gebabbelt wurde. Auch die Lesung über die Speisung der 5.000 wirkte durch die hiesige Mundart sehr viel zugänglicher.
Begonnen hatte alles in der ehemaligen Tageskapelle der Andreaskirche bei einem kurzen Stehempfang zur Einstimmung auf den Abend. Dann ging es in den Altarraum der Kirche wo neben Weihnachtsbaum und Krippe Tische und Bierbänke aufgestellt worden waren. Auf den Tischen standen Bembel mit selbst gekeltertem Ebbler sowie Apfelsaft für jene, die einen „trockenen Januar“ praktizieren. Nach den Einsetzungsworten zum Abendmahl gab es Brot und Handkäs. Und zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Nur die Liebe lässt uns leben“ von Mary Roos gesungen. Durch die räumlich Nähe an den Tischen bestand viel Gelegenheit sich auszutauschen und ins Gespräch zu kommen – eben Gemeinschaft zu erleben. Viele fleissige Hände halfen nach diesem besonderen Gottesdienst die gefühlte Ebbelweinstube wieder in eine Kirche zu verwandeln. So waren sich alle einig – das kann gerne wiederholt werden.